Ratgeber · Vollfinanzierung

Baufinanzierung ohne Eigenkapital.

Möglich – aber nicht für jeden und nicht ohne Konsequenzen. Hier erfahren Sie, wann es funktioniert, was es kostet und welche Alternativen es gibt.

Voraussetzungen

Wann Banken mitmachen

Vollfinanzierungen gibt es – aber die Hürden sind hoch. Banken verlangen als Ausgleich für fehlendes Eigenkapital ein besonders überzeugendes Gesamtbild:

Einkommen

Überdurchschnittlich und krisensicher (Beamte, leitende Angestellte, gut verdienende Selbstständige)

Bonität

Sehr gute SCHUFA-Auskunft, keine negativen Einträge

Beschäftigung

Unbefristet oder langjährig selbstständig mit nachweisbarem Einkommen

Immobilie

Erstklassige Lage und guter Zustand – die Immobilie muss als Sicherheit überzeugen

Die Kosten

Was eine Vollfinanzierung wirklich kostet

Banken berechnen für fehlendes Eigenkapital einen Zinsaufschlag von typischerweise 0,5–1,5 Prozentpunkten gegenüber einer 80%-Finanzierung.

Beispiel: Bei 500.000 € Darlehenssumme und 1% Zinsaufschlag über 20 Jahre zahlen Sie rund 80.000–120.000 € mehr an Zinsen.

Meine ehrliche Einschätzung

Eine Vollfinanzierung ist selten die beste Lösung. Die Konditionen sind spürbar schlechter, die monatliche Belastung höher – und das über viele Jahre.

Wenn Sie 10–15% Eigenkapital aufbringen können, verbessern sich Ihre Konditionen erheblich. Das macht in der Gesamtrechnung oft einen deutlichen Unterschied.

Wann kann eine Vollfinanzierung trotzdem sinnvoll sein?

Es gibt Ausnahmen – vor allem bei Kapitalanlagen. Wer gezielt investiert und das Eigenkapital anderweitig rentabler einsetzt, für den kann eine 100%-Finanzierung oder sogar darüber hinaus unter bestimmten Umständen durchaus Sinn ergeben. Jeder Fall ist individuell.

Sprechen Sie mich an

Ich schaue mir Ihre Situation konkret an und zeige Ihnen, welche Optionen für Sie realistisch sind.

Fragen

Häufige Fragen

Eine 100%-Finanzierung deckt den Kaufpreis ohne Eigenkapital ab. Eine 110%-Finanzierung deckt zusätzlich die Kaufnebenkosten. Beide Varianten sind möglich, aber nur für Kreditnehmer mit sehr guter Bonität und sicherem Einkommen.

Höhere Zinsen (oft 0,5–1,5% Aufschlag), höhere monatliche Belastung und weniger Banken, die mitmachen. Das Risiko ist auch größer: Bei Wertverlust der Immobilie sind Sie schnell im Minus.

Ja: Eigenleistung beim Bau (Muskelhypothek), Schenkungen oder Darlehen von Eltern, Bausparvertrag, KfW-Fördermittel oder eine zweite Immobilie als Sicherheit. Nicht alle passen zu jeder Situation – ich prüfe das mit Ihnen.

Kontakt

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Kein Formular, das ins Leere läuft. Ich melde mich persönlich innerhalb von 24 Stunden – an Werktagen meist noch am selben Tag.

Handelsvertreter der Postbank Finanzberatung AG